Allgemeines, Eigenkapital und stille Reserven

Eine wichtige Säule beim Immobilienerwerb ist das Eigenkapital. Je mehr vorhanden ist, desto weniger Darlehen benötigt man. Dazu verbilligt viel Eigenkapital das Darlehen und damit letztendlich die Immobilie. Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto geringer ist dadurch das Risiko für die finanzierende Bank.

Über wie viel Eigenkapital man verfügt, lässt sich schnell feststellen. Zum Eigenkapital gehören sämtliche Mittel, die man für die Baufinanzierung bereitstellen kann: Bargeld, Bank- und Sparguthaben und andere Geldanlagen. Falls man über größere Mengen an Wertpapieren verfügt, kann ein teilweiser Verkauf sinnvoll sein. Vergleiche Baufinanzierung mit einem Bausparer.

Der Minimalbedarf sind die anfallenden Nebenkosten (Makler, Steuer, Notar). Diese betragen in der Regel zwischen 5 % und 10 % des Kaufpreises. Ob es Sinn macht, noch mehr Eigenkapital einzubringen (sofern mehr Eigenkapital vorhanden ist), hängt in erster Linie auch von der Nutzung der Immobilie, also Selbstnutzung und / oder Vermietung, ab:

Wenn man die Immobilie selbst nutzt, spricht viel für einen relativ hohen Eigenkapitalanteil: Durch den geringeren Baufinanzierungsbedarf wird nicht nur die monatliche Belastung gesenkt, die Banken gewähren normalerweise auch aufgrund des geringeren Risikos günstigere Zinskonditionen.

Wenn man die Immobilie vermietet, spricht aus steuerlichen Gründen viel dafür, möglichst wenig weiteres Eigenkapital einzusetzen. Unerlässlich für diese Kapitalanlage ist jedoch außer der Wahl der geeigneten Immobilie auch die richtige Finanzierung. Anders als bei der Eigennutzung werden fremd genutzte Immobilien steuerlich begünstigt. Um die speziellen Vorteile für die Kapitalanlage nicht ungenutzt zu lassen, sollte man sich mit den steuerlichen Regelungen vertraut machen:

Zudem ist es wichtig, wie bereits erwähnt, stets eine gewisse Liquiditätsreserve für unvorhergesehene Ausgaben zu behalten. Empfehlenswert ist eine Reserve in Höhe von etwa sechs Netto-Monatsgehältern. Damit sollen Versicherungen wie z. B. die günstige Wohngebäudeversicherung mit der Schäden durch Blitz, Feuer, Sturm abgesichert wird, bezahlt werden.

Man sollte nicht das gesamte Vermögen in die Immobilie investieren, sondern, falls finanziell die Möglichkeit besteht, auch in andere langfristige Anlagen, wie beispielsweise Aktienfonds, mit denen man langfristig eine Nachsteuer-Rendite erzielen kann, die höher ist als die für das Darlehen anfallenden Zinskosten.

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